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Rejecte der Papierindustrie | PtS
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Reststoffe aus der Papierherstellung - Potentieller Rohstoff für die BioÖkonomie

In Deutschland fallen in der Papierindustrie jährlich mehrere Millionen Tonnen Reststoffe an. Die Papierindustrie ist zu weiten Teilen eine Kreislaufwirtschaft, die ihr Produkt nach Nutzung größtenteils wieder einsetzt. Es besteht jedoch die Notwendigkeit, Fasern nach mehrfacher Nutzung aus dem Kreislauf zu entlassen. Zudem müssen papierfremde Bestandteile aus dem Altpapier abgetrennt werden, wodurch Reststoffe entstehen. Etwa 33 % dieser Reststoffe sind sogenannte Feinrejekte, die insbesondere bei der Aufbereitung und Sortierung von Altpapier aus dem Stoffstrom abgetrennt werden. Die Feinrejekte setzen sich jeweils zur Hälfte aus organischen (Faserstoff) und anorganischen Stoffen (Füllstoffe und Pigmente, hauptsächlich CaCO3) zusammen und haben einen Trockengehalt von 45-55 %.
Ein Großteil der Reststoffe der Papierindustrie werden intern oder extern energetisch verwertet, die Asche deponiert. Wegen der relativ hohen Wassergehalte ist der Heizwert niedrig. Die Entsorgung der Reststoffe verursacht daher in der Regel Kosten.

Über Daten zu Anfallmengen und -orten für Reststoffe der Papierindustrie verfügt die PTS aus Statistiken und Umfragen. Damit lässt sich beispielsweise für Ostdeutschland ein Aufkommen allein an Feinrejekten von deutlich über 100 kt pro Jahr abschätzen. Aufgrund des relativ hohen Faserstoffgehaltes und der guten Zugänglichkeit der Glucose in den weitgehend von Lignin und Hemicellulosen befreiten Fasern sind Feinrejekte ein interessanter Rohstoff für die Produktion biobasierter Chemikalien.

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